Der Weg nach Hause

Dass der Bus aber auch immer dann besonders spät kommt, wenn man am dringendsten auf ihn wartet, dachte Ricarda verzweifelt, als sie wieder einmal unauffällig ihre Schenkel gegeneinander rieb. Sie konnte kaum noch still stehen, zu dringend war es schon. Und dann dieser Mann dort neben ihr. Immer wieder sah er interessiert zu ihr herüber.

Er schien ebenfalls auf den Nachtbus zu warten, nur war er, wie es aussah bis jetzt beruflich unterwegs gewesen und kam nicht wie Ricarda aus dem Kino. Es war ein kleines Szene-Kino, in dem sie mit zwei Freundinnen einen Film angesehen, und dessen Toiletten sie überaus schmutzig und ungepflegt vorgefunden hatte. Nein, dort wollte sie sich nicht drauf setzen. Auf keinen Fall. Sicher schaffe ich es noch bis nach Hause, dachte sie und ging schon jetzt leicht in die Hocke, was sie in Bezug auf ihr Durchhaltevermögen doch erheblich unsicherer werden ließ.

Ricarda sah nach rechts, versuchte den Mann neben ihr unauffällig zu betrachten. So ganz still stand auch er nicht, fand sie, was aber auch eine allgemeine Unruhe oder Nervosität sein konnte, wie sie mutmaßte. Oder ob auch er? Womöglich ebenso nötig wie sie? Wieder spürte sie den immensen Druck, der sie zu einem erneuten Zusammenpressen ihrer Schenkel zwang. Unwillkürlich stöhnte sie dabei leise auf. Der Mann schaute jetzt ganz direkt zu ihr herüber. Sah in ihr Gesicht. Ricarda versuchte ein Lächeln. Wie gern würde sie sich die Hände zwischen ihre Beine pressen, versuchen, den starken Druck auf diese Art ein wenig zu mildern. Es war fast wie ein Zwang, dem sie nur schwer widerstehen konnte. Wenn sie doch nur allein wäre. Denn hier vor diesem Fremden traute sie sich nicht. Er lächelte zurück. Es war ein freundliches Lächeln wie Ricarda fand. In diesem Moment sah sie in der Ferne die Scheinwerfer des Nachtbusses in der Dunkelheit herankommen.

Gottseidank, da ist er! Ricarda trat nach vorn an die Gehsteigkante. Der Mann mit dem netten Lächeln auch. Beide schauten dem Bus entgegen. Ricarda freute sich wie schon lange nicht mehr auf ihr Zuhause, besonders aber auf das Klo. Sie stiegen ein und hastig nahm Ricarda Platz. Er auch, ihr gegenüber. Sein Blick war tief. Ricarda mochte seine Augen sehr und für einen Moment hatte sie das Gefühl, sich in ihnen verlieren zu können. Wenn sie doch nur nicht so irrsinnig dringend pinkeln müsste…

Da er hier nun auf dem Vierer-Sitz ganz direkt gegenüber saß, versuchte Ricarda mühevoll, ihre immer dringender werdende Pinkelnot zu verbergen. Er sollte es nicht merken, sollte nicht wissen, welche Probleme sie mittlerweile hatte. Immer wiederkehrend brandete der Druck in ihrer Blase auf. So als klopfe er bei ihr an, um ihr mitzuteilen, wie unbeschreiblich dringend es mittlerweile sei, und das sie sich doch bitte schnell Erleichterung verschaffen möge. Als ob sie es nicht selber wüsste… Als ob sie es nicht mit jeder Faser ihres Körpers überdeutlich spüren würde. Sie schlug ihre Beine übereinander. Er tat es ihr gleich. Ob er wohl auch? Nein… Oder doch? Da, jetzt sah sie, wie er seine Oberschenkel gegeneinander presste. Oder ob es Zufall war? Ricarda schaute zurück in seine Augen. Was war da nur in seinem Blick? Sie wusste es nicht, konnte es nicht deuten, zu sehr war sie mit ihrer wachsenden Verzweiflung beschäftigt. Ein leichtes Hin- und her rutschen tat ihr gut. Ganz dezent. Bestimmt würde er es nicht bemerken.

Selbstverständlich hatte er es wahr genommen, ihre versucht unauffälligen Schaukelbewegungen, die sie mit ihrer Hüfte auf dem Sitz des Busses vollzog. Er war sich mittlerweile sicher, dass diese hübsche, junge Frau hier vor ihm ultradringend auf die Toilette musste. Ja, es gab keinen Zweifel. Dieser Gedanke machte ihn fast wahnsinnig vor Erregung. Schon seit ihres gemeinsamen Wartens auf den Bus, als ihre Desperation nicht mehr als nur ein Verdacht war, fühlte er seine leichte Erektion, die linear mit der Verzweiflung des Mädchens zu wachsen schien. Auf der einen Seite störte es ihn, auf der anderen fand er es in diesem Moment aber auch praktisch, da sie half, sein eigenes „Dringendmüssen“ unter Kontrolle zu behalten. Er kam gerade von einer Veranstaltung, auf der der letzte Redner extrem langatmig und nicht wieder aufhören wollend, seinen Vortrag hielt. Die Zeit schien kaum vorbeizugehen, und als sie dann endlich doch herum war, strömte die Masse der Zuhörer nach draußen, Richtung Toiletten. Viele waren mit dem eigenen PKW da, und somit unabhängig von Fahrplänen, aber er nicht. Er wollte diesen Bus gern noch erwischen und verzichtete daher auf den Toilettenbesuch. Hätte er es nur getan. Wäre er doch nur gegangen. Aber dann wieder zwanzig Minuten auf den nächsten Bus warten? Nein… es würde so gehen. Musste so gehen.

Dass das attraktive Mädel vor ihm allerdings derart unruhig war, machte es ihm nicht leichter. Es erinnerte ihn ständig auch an seinen eigenen, starken Druck in der Blase. Hinzu kam, dass sie ihm leid tat. Genauso sehr, wie ihn ihre Verzweiflung erregte. Sie passierten Haltestelle um Haltestelle. An manchen hielt der Bus. Fahrgäste stiegen ein und aus. Ricarda schauderte. Sie begann leicht zu frösteln und eine Gänsehaut überzog ihren Körper. Lange würde sie es nicht mehr halten können, dessen war sie sich sicher. Wenn sie doch nur mal eine Hand benutzen könnte, oder sich bewegen… Auch der Mann mit den tollen Augen vom Sitz gegenüber schien immer öfter abwesend. Gerade noch wechselte er den Beinüberschlag von einem auf das andere. Und beim Übereinanderschlagen des Beines konnte Ricarda genau sehen, dass er es fest auf das andere presste.

Oh, wie schön, die nächste Haltestelle ist meine, freute sie sich, als sie sich nach oben reckte, um an den Knopf zu gelangen, der dem Fahrer das Signal zum Halten gab. Nein, bitte nicht! Ricarda erschrak. Jetzt war es passiert und ein kleiner Strahl hatte sich selbständig gemacht. Heiß lief er in ihren Slip und benetzte den Stoff. Wie in einem Reflex griff sie sich jetzt doch in ihre Mitte, um weitere Unfälle dieser Art zu verhindern. Sie setzte sich wieder und war den Tränen nahe. Ihrem „Begleiter“ gegenüber war ihr kleines Missgeschick nicht entgangen. Das heiße Gefühl, welches ihr Zustand in ihm auslöste, breitete sich rasant in seinem Unterkörper aus. Seine Erektion baute sich weiter auf und drückte längst von innen gegen den Stoff seiner Hose.

Hoffentlich schaffe ich es, hoffentlich!, war alles was Ricarda denken konnte, als der Bus hielt und sie sich erneut von ihrem Sitz erhob. Beim Bremsen ruckte er noch einmal scharf nach vorn und vor lauter Schreck schoss ein weiterer Strahl heißen Urins in Ricardas feuchten Slip. Diesmal war er lang anhaltender und bei diesem fiel es ihr ungleich schwerer, ihn wieder zu stoppen. Sie stolperte aus dem Bus, die Hand fest zwischen ihre Beine gepresst. Er hinterher. Sie konnte nicht mehr aufrecht gehen, und jetzt, da sie hier mit überkreuzten Beinen auf der Straße stand, und die Rücklichter des Busses in der Dunkelheit verschwanden, glaubte sie, es keine Sekunde länger halten zu können.

„Auch so dringend?“ Er stand hinter ihr, eine Hand tief in seiner Hosentasche, mit der anderen seine Aktenmappe festhaltend. Ricarda schaute sich um. Erst jetzt nahm sie wahr, dass er gemeinsam mit ihr ausgestiegen war…

Dass er da war hatte zugleich etwas tröstendes und etwas beklemmendes für Ricarda. Schließlich kannte sie ihn nicht. Auf der anderen Seite fand sie diesen Fremden, der augenscheinlich sehr großes Interesse an ihr hatte, aber irgendwie auch faszinierend. Doch darüber nachzudenken hatte sie keine Zeit mehr. Es musste etwas passieren, wenn sie sich nicht im nächsten Augenblick komplett einnässen wollte. Ihr Druck war riesig und sie hatte ihn nur noch unter Kontrolle, da sie vorn übergebeugt von einem Bein auf das andere trat. Ihre Hand fest in ihr Delta gepresst, die Mittelnaht der Jeans so kräftig sie konnte auf ihre Harnröhrenöffnung drückend. Glücklicherweise wohnte sie am ruhigen Stadtrand und außer ihnen war niemand auf der Straße zu sehen. Ein paar Grillen zirpten im Grün, und in der Ferne war irgendwo das Geräusch der Hauptstraße zu hören. Eine Straßenlaterne, die einige Meter von ihnen entfernt stand, warf ein diffuses Licht auf die Bushaltestelle, in der sie gleichzeitig litten und um ein Aufgeben ihres Blasenschließmuskels fürchteten.

Gott, es war so heftig! Er konnte nicht mehr. Sofort musste er diesem unbeschreiblichen Druck nachgeben, musste heraus lassen, was sich schon über Stunden reichlich und kontinuierlich in seiner Blase angesammelt hatte. „Bite entschuldige, aber es geht nicht anders.“ Seine Stimme klang angestrengt und gepresst, als er eilig zwei Schritte von ihr wegtrat. Ricarda konnte am Klang seiner Stimme mehr als deutlich erkennen, dass er ähnlich kurz vor dem Überlaufen sein musste, wie sie selber. Seine Mappe unter den Arm geklemmt, ging er an die Seite, aus Ricardas Blickfeld heraus, um sich neben dem Haltestellenhäuschen hastig den Reißverschluss seiner Anzughose herunterzuziehen. Es war nur ein Handgriff, dann hatte er sich seinen Slip soweit es nötig war herunter gezogen, und seinen Penis aus seinen Hosen befreit. Es musste schnell gehen, das Gefühl, jeden Moment die Kontrolle zu verlieren war beinahe übermächtig.

Ja! Endlich, endlich pinkeln! Nur noch dieser Gedanke hatte Platz in seinem Kopf. Dieser Moment gehörte ganz ihm und seiner übervollen Blase, die sich nun kraftvoll und in einem beachtlichen Strahl entleerte. Es strömte heiß und wohltuend aus ihm heraus. Ohne es zu wollen, oder verhindern zu können, stöhnte er unwillkürlich auf. Es war Erleichterung und Freude. Eine Erlösung gleich einem Orgasmus. Ricarda hörte erst das laute Plätschern gegen die Außenwand des Wartehäuschens, welches kein Ende nehmen wollte, dann sein befreites, glückliches Seufzen. Es war für sie kaum auszuhalten. Durch das Geräusch seines sprudelnden Urins animiert, fühlte Ricarda mit aufkommender Panik, wie ihr Schließmuskel endgültig aufzugeben drohte. Sie zitterte leicht. Erste Rinnsale bahnten sich den Weg in ihr feuchtes Höschen, dann wurde es stetig mehr, bis sie wusste, dass es kein Halten mehr gab. Unter gar keinen Umständen. Aber in die Hose pinkeln? Vor diesem wirklich ansprechenden Mann? Nein, das wollte sie nicht. Hastig riss sie Knopf und Zipper ihrer engen Jeans auf und versuchte sie mitsamt ihres Slips, trotz der zusammengekniffenen Beine, herunterzuzerren. Es war wirklich schwierig und es lief immer mehr.

Fast gelang es ihr, doch gerade als sie sie über ihren Po nach unten gezogen hatte, verlor Ricarda jede Kontrolle. Sie konnte es nicht mehr halten, beim besten Willen nicht! Ähnlich einem Sturzbach brach es aus ihr heraus, zischte mit immensem Druck in ihre Pants und begann den Stoff fast vollständig zu durchtränken. Oh nein, bitte nicht! Ricardas Blase entleerte sich bereits selbstständig und heiß in ihre halb herunter gezogen Kleidung, als sie immer noch an ihren Hosen zerrte und sie schlussendlich doch bis zu ihren Knien herab ziehen konnte. Noch nie in ihrem Leben hatte sich so eilig hingehockt wie in diesem Augenblick. Es lief weiter und weiter. Zischte kraftvoll in das Gras unter ihr. Ricarda hockte am Straßenrand, direkt vor der Haltestelle und erlebte die pure Erleichterung. Zwar waren der Slip und ihre Jeans nicht ganz unerheblich nass geworden, aber dennoch lief die größte Menge doch zwischen ihren Schenkeln hinunter auf den Boden.

Er lehnte seitlich am Häuschen der Haltestelle. Lässig. Entspannt. Von einem warmen Glücksgefühl durchzogen. Dieser unbeschreiblich erregende Anblick vor ihm, ließ ihn seine Libido erneut spüren. Das Prickeln in seinem Unterbauch, welches gerade noch durch die Furcht um den Kontrollverlust verdrängt worden war, lebte wieder auf, als er Ricarda beim Pinkeln zusah. Süß sah sie aus, wie sie dort im Gras kauerte und ihrem Strom freien Lauf ließ. Er ging zu ihr. Hockte sich vor sie, auf einer Augenhöhe mit ihr. Verlegen sah sie in sein Gesicht, senkte gleich wieder den Blick. „Es sieht aufregend aus.“ Ricarda stutzte. Was hatte er da gerade gesagt? Aufregend? Dass sie hier mit nassen Hosen in allerletzter Not vor die Haltestelle pinkelte? „Meinst du das ernst? Oder veralberst du mich etwa?“ Sie stand auf. Ihre Blase war leer, es kam nichts mehr. Er erhob sich ebenfalls. Fragend schaute sie ihn an und sah, dass er den Kopf schüttelte. Ganz eben, fast unmerklich. Ricarda zog sich ihre ausgekühlten, nassen Hosen hoch. Die Kühle fühlte sich gut an auf ihrem erhitzten Körper, an diesem lauen Spätsommerabend. Er schaute offen in ihre Augen. “Nein, wirklich. Für mich hat es etwas ungemein erotisches. Die Situation und…“ Er zögerte kurz, dann sprach er weiter: „Und du.“ „Ich?“ Ricarda konnte kaum glauben was sie da von ihm hörte. Dennoch fand sie es schön und genoss diesen Augenblick sehr. Ein Lächeln deutete sich um seine Mundwinkel an. Eines, das sympathisch und ungemein ansteckend war.

Sie würden sich wiedersehen, das war sicher. Denn als Ricarda sich verabschiedete, da sie sich nun gern trockene Hosen anziehen wollte, schrieb er seinen Namen und seine Telefonnummer auf einen Zettel, den er zuvor aus seiner Aktenmappe zog. Und als er sie zum Abschied impulsiv in den Arm nahm, strich seine Hand wie zufällig über ihren nassen Po. Es gefiel ihr. Seine Hand fühlte sich warm und zärtlich auf ihrem kühlen Stoff an. Oh ja, sie würde ihn auf jeden Fall anrufen. Und ganz bestimmt schon sehr bald.

Als er bald darauf wieder im Bus saß und die drei Haltestellen in die Gegenrichtung zurück fuhr, die er wegen Ricardas verführerischer Desperation eben noch zu weit gefahren war, klingelte sein Handy. Kurz wunderte er sich, wer ihn um diese Zeit noch anrufen würde. Doch als er das Gespräch annahm und hörte, dass es Ricarda war, und sie an diesem Abend gern noch etwas mit ihm trinken gehen wollte, klopfte sein Herz schneller und er wusste, dass dieser Tag sein Glückstag war.

© by Becky

Becky ist eine der Gründerinnen von Aurumh2O, wo ihre Geschichten natürlich auch ale zu finden sind

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